Thailand prüft zwei getrennte Vorschläge für Reisegebühren: eine Abgabe bei der Einreise für ausländische Besucher und eine Ausreisesteuer für Personen, die das Land per Flugzeug verlassen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist keiner der beiden Vorschläge eine geltende Gebühr.
Die Vorschläge sollten nicht verwechselt werden. In der früheren Diskussion wurde für berechtigte ausländische Einreisende ein Betrag von 400 Baht genannt. Neuere Regierungsinformationen nennen inzwischen 450 Baht. Die geplante Ausreisesteuer ist eine separate Maßnahme: 1.000 Baht pro Ausreise mit dem Flugzeug, unabhängig von der Staatsangehörigkeit.
Die zwei Vorschläge im Überblick
- Einreisevorschlag: eine Tourismus- oder Besucherabgabe für bestimmte ausländische Besucher. Früher waren 400 Baht im Gespräch, aktuell werden 450 Baht genannt. Sie wird derzeit nicht erhoben.
- Ausreisevorschlag: zunächst 1.000 Baht bei jeder Ausreise aus Thailand per Flugzeug. Der Entwurf würde thailändische und ausländische Reisende erfassen, vorbehaltlich von Ausnahmen. Auch diese Abgabe wird derzeit nicht erhoben.
Was ist bei der Ausreisesteuer von 1.000 Baht geplant?
Die thailändische Finanzverwaltung hat eine öffentliche Konsultation zum Entwurf eines Ausreisesteuergesetzes eröffnet. Sie läuft vom 30. September bis zum 29. Oktober 2026. Vorgesehen wären zunächst 1.000 Baht pro Ausreise mit dem Flugzeug und eine gesetzliche Obergrenze von 5.000 Baht. Ausreisen auf dem Land- und Seeweg wären zunächst ausgenommen.
Falls das Gesetz verabschiedet wird, sollen Fluggesellschaften oder Ticketagenturen die Steuer normalerweise zusammen mit dem Flugpreis einziehen. Das Gesetz würde 180 Tage nach der Veröffentlichung im Royal Gazette in Kraft treten. Ein verbindliches Startdatum gibt es derzeit nicht.
Reaktionen am 7. Oktober
The Pattaya News berichtete am 8. Oktober, dass der Vorschlag am 7. Oktober bei Reiseagenturen, thailändischen Bürgern, ausländischen Touristen und Expats auf scharfe Ablehnung stieß. Viele sahen darin eine weitere Belastung für ohnehin teurer werdende Reisen; die englischsprachigen Reaktionen waren laut Bericht überwiegend negativ.
Auch die Association of Thai Travel Agents widersprach. Sie warnte vor zusätzlichen Kosten neben bestehenden Flughafengebühren und der separaten geplanten Einreiseabgabe. Finanzminister Ekniti Nitithanprapas verteidigte die Idee als Anreiz für mehr Inlandstourismus, doch die Branche verwies auf Wettbewerbsfähigkeit, unkoordinierte Gebühren und mögliche Nachteile für den Tourismus.
Muss jetzt eine der Gebühren bezahlt werden?
Nein. Die Einreiseabgabe von 400 beziehungsweise aktuell 450 Baht ist weiterhin ein Vorschlag. Die Ausreisesteuer von 1.000 Baht befindet sich weiterhin im Konsultations- und Gesetzgebungsverfahren. Zahlen Sie keine inoffizielle Gebühr an Vermittler oder Websites. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen offiziellen Informationen.
Was sollten Reisende tun?
- Beide Beträge nicht als aktuelle Visa- oder Einwanderungsgebühr behandeln.
- Vor einer künftigen Reise die Angaben der Finanz- und Tourismusbehörden prüfen.
- Airline oder Ticketagentur erst nach einem Gesetz oder einer Royal-Gazette-Bekanntmachung nach der tatsächlichen Erhebung fragen.
- Ausnahmen, Zahlungsweg und Startdatum erneut prüfen, falls einer der Vorschläge weiterverfolgt wird.
Weitere Informationen finden Sie im deutschen Visa-News-Bereich oder bei Next Step Hua Hin.
Quellen: The Pattaya News, 8. Oktober 2026; Konsultationshinweis der Revenue Department; und die Information der thailändischen Regierungs-PR zum überarbeiteten Einreisevorschlag. Dies ist eine redaktionelle Zusammenfassung und keine Rechtsberatung.
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